Sibenik ist eine historische Stadt, die eine große Rolle bei der Entwicklung und Ausbreitung des frühkroatischen Staates spielte und viele wertvolle Kultur- und Geschichtsdenkmäler vorzuweisen hat. Das bekannteste ist zweifellos die bekannte Kathedrale von Sibenik, eines der originellsten Bauwerke des europäischen Spätmittelalters, das in erster Linie mit dem berühmten einheimischen Baumeister Juraj Matejev Dalmatinac in Verbindung gebracht wird. Heute ist Sibenik der Mittelpunkt eines wichtigen Reisegebiets: mit der am reichsten gegliederten Inselgruppe Europas (Kornati-Inseln) und den hydrographischen Karstphänomenen im Hinterland (Skradinski buk, Visovac, RoSki slap) ist dies das landschaftlich attraktivste Touristenziel an der Adria, wo Naturfreunde, Kunstliebhaber, Aktivurlauber und all jene, die vielleicht einfach nur mal ausspannen wollen, voll auf ihre Kosten kommen. 

Freizeitsportlern stehen zahlreiche Sportplätze zur Verfügung, im Strandbad Jadrija gibt es mehrere Strandvolleyballplätze. Die Gewässer vor Sibenik bieten gute Möglichkeiten für den Segel- und Rudersport, auch gibt es mehrere Tauchklubs, die Kurse anbieten. Besonders lohnend sind Unterwasser-Fotosafaris. Das Falknerzentrum Dubrava organisiert Falknereikurse. Die Kurse werden von Experten geleitet, und Fortgeschrittene können an Kleinwildjagden (auf Hasen, Fasanen u.ä.) teilnehmen. In Jadrtovac gibt es eine Reitschule.

In den Restaurants werden einheimische Spezialitäten angeboten (Lammfleisch, Grillspeisen, unter der Backhaube Gegartes – v.a. Putenbraten). In Dolac, im Uferbereich unterhalb der Annenfestung, gibt es etwa hundert Cafés und Bars.

Unter den Kulturveranstaltungen wären hervorzuheben: das Internationale Kinderfestival (letzte Juli- und erste Augustwoche), die Orgel-Sommerschule (zweite Augusthälfte) und der Sommer von Sibenik. Der Festtag des hl. Jakob, des Schutzpatrons der Stadt, wird sehr feierlich begangen.
 
Die Kathedrale des hl. Jakobs in Šibenik ist eine Dreichorbasilika mit drei Apsyden und drei Kuppeln (die innere Höhe beträgt 32 m). Die Konstruktionsbauten der Kathedrale wurden im venezianischen Gothikstil begonnen und im toscanischen Renaissancestil vollendet. Mehr als 15 Jahrzehnte sind seid der Entscheidung über den Anfang der Konstruktionarbeiten im Jahre 1402 bis zum Zeitpunkt der Einweihung im Jahre 1555 vergangen. Die Konstruktionsarbeiten begannen im Jahre 1431 auf der Stelle der einst zerstöhrten kleineren Kathedrale (die Überreste der kleineren Kirche wurden bei den Konstruktionsarbeiten verwendet). Der Baustein wurde von den Inseln Korcula, Susak, Brac, Rab und Krk gebracht. Die erste Phase der Konstruktionsarbeiten wurde sowohl von den italienischen Meistern Francesco di Giacomo, Lorenzzo Pincino und Pier Paolo Bussato als auch von den einheimischen Steinmetzen Andrija Budcic und Grubiša Slafcic durchgeführt. Im Jahre 1444 wurde Juraj (Matejev) Dalmatinac Promeister der Konstruktionsarbeiten. Unter seiner Promeisterschaft wurde die Kathedrale bis zur Hohe der Seitenschiffe ausgebaut, weiters wurde der Altar fertiggestellt, die Apsyden mit eingegliederten Zierschrifften von 74 realistischen Portraits (es wird in Betracht gezogen, daß es sich um angesehene Einwohner von Šibenik handelt) und die Sakristei mit einem geöffneten Teil auf der Grundebene. Nach Juraj (Matejev) Dalmatinac wurde Nikola Firentinac Promeister und setzte die Konstruktionsarbeiten vort (Vollendung der Seitenschiffe, der Kuppeln, des Dachgewölbes aus Steinplatten hergestellt). Nach dem Tod von Nikola Firentinac im Jahre 1505 wurden die Konstruktionsarbeiten an der Kathedrale unter Bartolomeo und Gicomo da Mestre vollendet.

Dieses einmalige Sakralmonument ist das einzige in Europa dessen Wände, Gewölbe und Kuppeln vor dem 19. Jahrhundert durch die Anwendung einer Fertigbauweise mit im vorher präzise ausgepfeilten Steinplatten entstanden (diese Bauweise wurde von Juraj Dalmatinac angewandt). Diese Bauweise wurde eigentlich im Zimmermannshandwerk verwendet. Durch die Eintracht des ausschlieslich aus Stein gebauten Bauwerkes und der Fertigbauweise mit Steinplatten wurde der herrliche Innen- und Ausenbereich vollbracht - ein Gebäudevolumen welches gänzlich mit der Form des Innenraumes übereinstimmt. Die Kirchenfassade mit dreiblättriger Kleeblattform des Giebels ist die älteste und einzige Kirchenfassade dieser Art in Europa.

Innerhalb der Kathedrale, in den Seitenschiffen gelegen, befinden sich mehrere Altare. Über den Seitenschiffen findet man zwei Galeriereihen. Das Kreuz am Alter des hl. Kreuzes ist eine Meisterleistung von Juraj Petrovic aus dem Jahre 1455. Zwei Marmorreliefe mit Engeln am Altar der hl. Drei Könige wurden von Nikola Firentinac und dem Kunstmaler Bernardin Ricci geschaffen. Die Prophetenstatue aus dem Jahre 1594 ist ein Meisterwerk von Pavel Gospodnetic, die Statue des Zimmermangeistlichen ist die Meisterleistung von Jerolim Mondel aus dem Jahre 1624. Beim Altar des hl. Fabian und hl. Sebastian hängt ein Bild von Filip Zaninbertia.
Der Hauptaltar der weinenden Mutter stammt aus dem Jahr 1638. Wenn man über die Grebsteine schaut, kann man eine Grabschrifft von Juraj Sisgoric, ein Werk von Andrija Alesija aus dem Jahre 1454 nach einem Bild von Juraj Dalmatinac, ein Denkmal von Bischof Spignaroli (A. Nogulovic) und ein Sarkophag von Ivan Stafilic bemerken.

Im Jahr 2000 wurde die Kathedrale zu einem weiteren UNESCO - Denkmal erklärt.


Quelle:www.croatia.hr/Kroatische Zentrale für Tourismus